
Stresssymptome sind zunächst eine normale Reaktion unseres Körpers auf belastende Situationen und Lebensumstände. In akuten Stressmomenten stellt der Körper Energie bereit – nach einem evolutionär bewährten Muster, das auf Kampf oder Flucht ausgerichtet ist. Dabei werden Stresshormone ausgeschüttet, Herzschlag und Atmung beschleunigen sich, die Muskelspannung steigt.
Problematisch wird Stress nicht durch einzelne belastende Phasen, sondern wenn Anspannung zum Dauerzustand wird und Erholung ausbleibt. Wird der Körper über längere Zeit immer wieder oder dauerhaft mit Stresshormonen aktiviert, können Verspannungen, Nacken- und Rückenschmerzen, Schlafstörungen, anhaltende Erschöpfung oder Herz-Kreislauf-Beschwerden auftreten. Stress wirkt sich sowohl auf die Psyche als auch auf den Körper aus und kann langfristig die Gesundheit beeinträchtigen.
Welche Rolle spielt Stress in der Psychotherapie?
Anhaltender Stress kann die Entstehung psychischer Erkrankungen begünstigen oder bestehende Symptome verstärken. Ein Burnout entsteht häufig aus lang andauernder Überlastung, hohen inneren Ansprüchen oder chronischem Leistungsdruck. Auch sogenannte Anpassungsstörungen – etwa nach einschneidenden Lebensereignissen wie Trennung, Verlust, Erkrankung, beruflichen Veränderungen, Umzug oder Renteneintritt – können mit starkem Stress verbunden sein. Wenn die vorhandenen Bewältigungsstrategien nicht mehr ausreichen, geraten Körper und Psyche in einen Zustand anhaltender Überforderung.
Stress kann zudem depressive Entwicklungen verstärken oder mit körperlichen Beschwerden wie chronischen Schmerzen verknüpft sein. Umgekehrt wirkt sich ein konstruktiver Umgang mit Stress stabilisierend auf die psychische und körperliche Gesundheit aus.
Nicht selten betrifft anhaltende Überforderung Menschen, die über viele Jahre hinweg leistungsfähig und verantwortungsbewusst waren. Hohe berufliche Anforderungen, zunehmende Komplexität, Verantwortung für andere oder langjährige Mehrfachbelastungen können dazu führen, dass bisher bewährte Strategien nicht mehr ausreichen. Das Gefühl, „nicht mehr so zu funktionieren wie früher“, innere Erschöpfung oder emotionale Abflachung sind häufige Begleiterscheinungen. In solchen Situationen geht es in der Psychotherapie nicht nur um Stressreduktion, sondern um Stabilisierung, Klärung und nachhaltige Veränderung.
In meiner Praxis unterstütze ich Sie bei anhaltender Überlastung, Erschöpfung oder Burnout-Symptomen dabei, wieder Stabilität zu gewinnen. Dabei arbeite ich mit ressourcenorientierten Verfahren, wie Resilienzarbeit, Achtsamkeit, Positive Psychologie und Euthyme Therapie. Ich unterstütze Sie bei der Regulation belastender Emotionen. Entspannungs- und Stabilisierungstechniken können ergänzend eingesetzt werden, wenn sie therapeutisch sinnvoll sind. Je nach individueller Situation können EMDR oder lösungsfokussierte Kurzzeittherapie sinnvoll sein. Eine Behandlung ist sowohl in meiner Praxis in München als auch online möglich.
Tatjana Utz
Heilpraktikerin für Psychotherapie
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80797 München Schwabing
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Telefon: 0176 / 99952512
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