
Bei der Hypnosetherapie (oft auch als Hypnotherapie bezeichnet) wird ein Zustand fokussierter Aufmerksamkeit und vertiefter Entspannung, eine sogenannte therapeutische Trance, genutzt. In diesem Zustand kann der Zugang zu inneren Bildern, Emotionen und fest verankerten Denk- und Verhaltensmustern erleichtert werden. Häufige Anliegen in der Hypnose sind beispielsweise Entspannung, der Umgang mit Ängsten oder die Veränderung belastender Verhaltensmuster.
Trancezustände sind nichts Ungewöhnliches. Ähnliche Zustände erleben wir auch im Alltag, etwa kurz vor dem Einschlafen oder wenn wir gedanklich stark vertieft sind. Während einer Hypnosesitzung bleiben Sie bei Bewusstsein, behalten die Kontrolle und können sich im Anschluss an die Sitzung an die Inhalte erinnern.
Hypnosetherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes Verfahren, das in verschiedenen psychotherapeutischen Kontexten eingesetzt wird, etwa für die Behandlung von:
Erstgespräch
Vor Beginn einer Hypnosetherapie führen wir ein ausführliches Gespräch. Dabei klären wir Ihr aktuelles Anliegen und Ihre Ziele. Zudem besprechen wir, ob Hypnose in Ihrer Situation sinnvoll und geeignet ist und sprechen über organisatorische und therapeutische Rahmenbedingungen.
Für das Erstgespräch sollten Sie etwa 50 Minuten einplanen.
Vorgespräch
Zu Beginn jeder Hypnosesitzung besprechen wir Ihr Anliegen für die jeweilige Sitzung und legen gemeinsam fest, welches Thema bei der Hypnose im Mittelpunkt stehen soll.
Ablauf einer Hypnosesitzung
Eine Hypnosesitzung folgt in der Regel einer klaren Struktur:
Nachgespräch
Im Anschluss an die Sitzung reflektieren wir das Erlebte und klären offene Fragen. Sie erhalten Zeit, um wieder vollständig im Hier und Jetzt anzukommen.
Die Dauer einer hypnotherapeutischen Sitzung variiert und ist auch vom jeweiligen Thema abhängig. Generell können Sie etwa 60-90 Minuten einplanen. Grundsätzlich behandeln wir nur ein Thema auf einmal. Verschiedene Themen werden in separaten Sitzungen bearbeitet, damit sich das Gehirn jeweils voll auf ein Thema konzentrieren kann.
Eine Hypnosetherapie kann auch im Rahmen einer Videosprechstunde durchgeführt werden. So ist eine Behandlung unabhängig vom Wohnort möglich.
Die Sitzungen finden über eine datenschutzkonforme Videoplattform via Doctolib statt. Voraussetzung ist eine stabile Internetverbindung sowie ein ungestörter Raum, in dem Sie sich für die Dauer der Sitzung sicher und ruhig fühlen.
Viele Klientinnen und Klienten schätzen es, sich während der Sitzung im eigenen vertrauten Umfeld zu befinden.
Die Ansprechbarkeit auf Hypnose ist individuell unterschiedlich. Manche Menschen gelangen leichter in einen Trancezustand, bei anderen benötigt es etwas mehr Zeit oder mehrere Sitzungen. Ein kleiner Teil der Menschen reagiert nur eingeschränkt oder kaum auf hypnotische Verfahren.
Die meisten Personen bewegen sich im mittleren Bereich der Hypnotisierbarkeit. Dabei kann die Reaktion je nach Technik, Thema und Situation variieren.
Verschiedene Faktoren können die Hypnosefähigkeit beeinflussen, beispielsweise die aktuelle Verfassung oder auch körperliche und medizinische Voraussetzungen. Ob und in welchem Ausmaß Hypnose für Sie geeignet ist, zeigt sich im Verlauf der Sitzungen.
Die Reaktionen auf eine Hypnosesitzung sind individuell unterschiedlich. Manche Klientinnen und Klienten berichten von unmittelbaren Veränderungen, beispielsweise in Form von mehr innerer Ruhe, Entspannung oder einer veränderten Perspektive auf ein bearbeitetes Thema.
In anderen Fällen zeigen sich Veränderungen zeitversetzt. Neue Einsichten oder Veränderungen im Verhalten können sich auch in den Tagen nach der Sitzung weiterentwickeln. Ähnlich wie bei anderen Lern- oder Veränderungsprozessen braucht es manchmal Zeit, bis neue Erfahrungen im Alltag spürbar werden. Vor allem bei länger bestehenden Denk- oder Verhaltensmustern kann eine schrittweise Entwicklung sinnvoll sein. Neue Reaktionen oder Handlungsmöglichkeiten werden dann im Alltag erprobt und stabilisiert.
Manche Veränderungen werden bewusst wahrgenommen, andere zeigen sich eher subtil – etwa in Form eines veränderten Umgangs mit bestimmten Situationen.
Kleinere Themen lassen sich häufig mit wenigen Sitzungen bearbeiten. Größere Probleme, große Veränderungen oder komplexere Themen erfordern meist eine längere Behandlungsdauer und regelmäßigere Sitzungen. In manchen Fällen ist zu einem späteren Zeitpunkt eine Auffrischung hilfreich. Erfahrungsgemäß ist es sinnvoll, mit einer 4-wöchigen Behandlung / 1 Sitzung wöchentlich zu beginnen und dann gemeinsam zu beurteilen, wie und ob die Hypnotherapie wirkt und welche Intervalle zwischen den Sitzungen sinnvoll sind.
Die Hypnosetherapie kann auch mit anderen Therapieformen und Methoden wie EMDR-Therapie, Lösungsfokussierter Kurzzeittherapie (SFBT) und ressourcenorientierten Verfahren kombiniert werden, um die Wirkung zu unterstützen.
In der Hypnosetherapie kommen unterschiedliche Anwendungen zum Einsatz, die abhängig vom jeweiligen Anliegen ausgewählt und miteinander kombiniert werden können. Im Folgenden finden Sie beispielhafte Methoden aus meiner Praxis:
Bei der suggestiven Hypnose werden im Zustand fokussierter Entspannung gezielte sprachliche Impulse eingesetzt, die sich auf ein konkretes Anliegen beziehen. In diesem Zustand können neue Perspektiven, innere Bilder und hilfreiche Verhaltensimpulse leichter zugänglich werden.
Ziel ist es, bestehende Denk- und Verhaltensmuster zu reflektieren und gegebenenfalls neue, unterstützende Erfahrungen innerlich zu verankern.
Beispiele für Themen, die im Rahmen suggestiver Hypnose bearbeitet werden können, sind:
Die suggestive Hypnose kann in einzelnen themenbezogenen Sitzungen eingesetzt oder in ein übergeordnetes therapeutisches Konzept integriert werden.
Im Unterschied zur rein suggestiven Hypnose ist die interaktive Hypnose dialogorientiert. Während der Trance bleibt ein Austausch zwischen Ihnen und mir möglich. Dadurch können Inhalte unmittelbar aufgegriffen, vertieft und gemeinsam reflektiert werden.
Im Rahmen einer interaktiven Hypnose wird ein von Ihnen gewähltes Thema im Trancezustand bearbeitet. Ziel ist es, belastende Erfahrungen differenzierter zu betrachten, neue Perspektiven zu entwickeln und mögliche Lösungsansätze zu erarbeiten.
Die interaktive Hypnose kann dabei unterstützen, innere Zusammenhänge bewusster wahrzunehmen und fest verankerte Denk- und Verhaltensmuster zu reflektieren.
Beispiele für Methoden und Anwendungsbereiche:
Transformationshypnose:
Diese Form der Hypnose kann eingesetzt werden, wenn eine bewusste Veränderung von Verhaltensmustern angestrebt wird, beispielsweise im Umgang mit Emotionen, bei Selbstwertthemen, bei Nervosität während Präsentationen oder beim Setzen persönlicher Grenzen.
Hypnotische Anker:
Hierbei wird ein individuell entwickelter Reiz mit einem gewünschten inneren Zustand verknüpft, etwa mit Gelassenheit oder innerer Stabilität. Ziel ist es, diesen Zustand in belastenden Situationen leichter abrufen zu können, z.B. Gelassenheit in angstbesetzten Situationen.
Arbeit mit Erinnerungen und Ressourcen:
Innere Bilder, frühere Erfahrungen oder prägende Erinnerungen können im Trancezustand erkundet werden. Diese Methode kann beispielsweise bei Beziehungsthemen, biografischen Fragestellungen oder zur Reflexion persönlicher Entwicklung eingesetzt werden. Dabei können neue Sichtweisen entstehen und vorhandene Ressourcen bewusster genutzt werden.
Wenn Sie klären möchten, ob Hypnosetherapie für Ihr Anliegen geeignet ist, vereinbaren Sie gerne ein Erstgespräch über Doctolib. Nutzen Sie dafür einfach den blauen Button auf der rechten Seite.
Tatjana Utz
Heilpraktikerin für Psychotherapie
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